Tannenwälder, Hochtäler und eine Region, in der Kutsche und Pferdeschlitten zum selben Betrieb gehören.

Der Schwarzwald ist die einzige deutsche Region, in der man dieselbe Frage im Sommer und im Winter unterschiedlich beantwortet bekommt: „Fahren Sie Kutsche?“ – „Kommt auf den Schnee an.“ Viele Höfe im Hochschwarzwald halten Kutsche und Pferdeschlitten nebeneinander im Schuppen und entscheiden je nach Wetterlage.
Das Angebot ist kleinteilig und hofgebunden – es gibt keinen zentralen Anbieter, sondern eine Reihe von Familienbetrieben, die man einzeln anspricht. Die bekanntesten Schwerpunkte:
Der Südwesten war früh an das europäische Postnetz angebunden. Die Familie Thurn und Taxis, die 1595 von Kaiser Rudolf II. das Postregal im Reich erhielt, unterhielt ihr Oberpostamt für Südwestdeutschland in Cannstatt. Entlang der Kurse entstanden Poststationen, an denen Pferde gewechselt und Reisende verpflegt wurden.
Der Schwarzwald selbst war dabei nie Hauptkorridor, sondern Hindernis: Die Höhenzüge zwangen zu Umwegen, die Steigungen zu häufigerem Pferdewechsel. Genau das prägt bis heute den Fahrcharakter. Wer im Schwarzwald Kutsche fährt, fährt kurze Strecken mit viel Höhenunterschied – nicht die langen, flachen Etappen der norddeutschen Routen.
Die Höhenlage macht den Unterschied zu anderen Regionen: Im Hochschwarzwald ist es auch im Sommer auf dem Kutschbock spürbar kühler als im Tal, und der Fahrtwind kommt dazu. Eine Jacke mehr einzupacken ist hier kein überflüssiger Rat. Im Winter stellen viele Betriebe Decken, aber warme Schuhe bleiben Sache der Gäste.
Sagen Sie uns, wann Sie unterwegs sein möchten und wie viele Personen mitfahren – wir melden uns mit passenden Vorschlägen für die Region.
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